Herzlich Willkommen im PORTWEIN - SHOP!
Wenn für Sie ein Glas Portwein, Madeira-Wein oder Douro-Wein Teil Ihrer
Lebensqualität
ist, wenn Sie sorgsam auswählen und auf Massenweine gerne verzichten, wenn
Sie sich als Genießer bezeichnen und offen sind für den Reichtum und
die Faszination unterschiedlichster Weine, dann sind Sie hier genau richtig.
Im PORTWEIN-SHOP finden Sie nicht alle, aber über 1.000
verschiedene Port-, Madeira- und Douro-Weine.
Lieber Portwein-Freund!
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Die besten 555 Adressen im Internet 2006
Wer hier kaufen möchte, meldet sich am besten zunächst als Neukunde an.
Dann geht alles viel schneller und einfacher. Die Auswahl ist riesig, das
Angebot nach Ländern und Weingütern gegliedert. Nachrichten, Analysen und
Tipps für das Weinland Portugal mit den Schwerpunkten Portwein und Douro-Wein
findet der Benutzer im Port-Blog. Gut: Literaturverzeichnis zum Thema Port,
dazu einige Adressen bekannter Portweinhersteller.
Prädikat: Ein Muss für alle Portweinfans.
Land: Deutschland
Infogehalt: 2
Animation: 2
Lesbarkeit: 2
Zahlungsweise: Vorkasse (Neukunden) und Rechnung
Quelle: WEIN GOURMET 1/2006 |
|
Passende Portweine für jeden Moment
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für spezielle Momente und Raritäten, die zum Teil nur in geringen Mengen verfügbar sind. Finden Sie Ihre persönlichen Favoriten über
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Tägliche News in meinem Weblog
Nachrichten, Analysen und Tipps aus dem Weinland Portugal mit den Schwerpunkten
Portwein und Douro-Wein finden Sie in meinem PORT-Blog:
http://port-blog.typepad.com .
JUBILÄUMSWEINE --- JAHRGANGSWEINE
AKTUELLES
3. April 2008
Portwein-Export geht um 6,2 % zurück
Wie die portugiesische Tageszeitung 'Jornal
de Noticias' in ihrer gestrigen (2.4.08) Ausgabe mitteilt, ist der Export
von Portwein in den ersten 3 Monaten des neuen
Jahres 2008 um 6,2 %, auf 1,6 Millionen Kisten à 12
Flaschen, zurückgegangen. Da der durchschnittliche Literpreis
um 2,1 % gestiegen ist, bedeutet dies ein Rückgang von 4,2 % auf ein Gesamtvolumen
von 61,7 Millionen Euro.
Die Angaben machte der Leiter des 'Instituto dos Vinhos do Douro e Porto' (IVDP), Jorge Monteiro. Er führt dies auf die frühen Ostern zurück und ist überzeugt, dass der Export im April wieder ansteigen wird.
2. April 2008
Quinta do Carrenho 'Dona Berta' - Verkostung
Es war eines unserer schönsten Erlebnisse auf unserer Douro-Tour (von
der Quelle bis zur Mündung) vor zwei Jahren, das zufällige Treffen und
Kennenlernen von Hernani
Verdelho auf
seiner Quinta do Carrenho im Douro Superior.
Ein Mitbringsel, eine Flasche Dona Berta Reserva Tinto 2004, wartet noch immer
im Keller auf die passende Gelegenheit ...
Heute veröffentlichte Joao Rico auf seinem Blog 'Pumadas' zwei Verkostungsnotizen (in portugiesisch):
- Dona Berta Rabigato Branco 2006 16,5 Punkte
- Dona Berta Reserva Tinto 2005 16 Punkte
Bezug in Deutschland über Vinho de Portugal - Carlos Manuel Lopes Quinta
(eMail: vinho-de-portugal@t-online.de)
Foto: Gerd Gerhard 6/2006
29. März 2008
Mit dem Fahrrad am Douro entlang
Rolf
Neuhaus berichtet in der FAZNet
am 28.2.2008 von seiner Fahrradtour am Douro entlang. Ausgangspunkt war
Pocinho, von dort mit dem Fahrrad bis Porto und anschließend mit dem Zug zurück.
Eine interessante Tour, die ich auch schon in meine Planung mit auf genommen
habe. Irgendwann ...
Siehe auch hier eine Wanderung von Pocinho nach Barca d' Alva.
Und hier der Link zu der 'Linha do Douro'
Und weil sie so schön ist und sie vielleicht bald nicht mehr gibt - hier ein Video der 'Linha do Tua'.
Foto: Gerd Gerhard 5/2005
27. März 2008
Neuzugang in der Portwein-Bibliothek (3)
António
Barros Cardoso, Francisco Ribeiro da Silva, 'Porto do Vinho - Port
of Wine', Porto 2007 (portug./engl.)
Ein Buch nicht nur über Portwein sondern auch über Vinho Verde.
Preis: 33,80 € bei TFM
24. März 2008
Neuzugang in der Portwein-Bibliothek (2)
Hier das 2. Buch über Portwein, das mit der Büchersendung Ende Februar kam: Manuel Carvalho, Ilha de Xisto - Guia do Douro e do Vinho do Porto, Almocageme 2006 (portugiesisch - eine englische Ausgabe ist geplant)
Preis: 51 € bei TFM
Eine Rezension folgt in den nächsten Tagen.
Zur Portwein-Bibliothek geht es hier.
22. März 2008
WEIN-Gourmet 1/2008 mit Sonderheft 'Portugal'
Gerade noch rechtzeitig zur Prowein erschien der neue 'Wein-Gourmet' mit einem Special zu Portugal.
Um es vorweg zu sagen: Für die Freunde des 'Douro-Valley'
eine Enttäuschung: Portweine werden gar nicht, Douroweine nur
nebenbei erwähnt. Symptomatisch ist die Verkostung von 59 günstigen, unter
10 €, portugiesischen Weinen. Unter den ersten 10 kein Dourowein und
der Gewinner ist ein reinrassiger Merlot ... vielleicht wurden ja auch gar
keine Douroweine eingereicht. Lesenswert ist der Artikel von Stephan Reinhardt, von ihm stammen übrigens alle Artikel, über die neuen Trends in den verschiedenen portugiesischen Weinregionen.
Trotzdem, es gab schon informativere und liebevollere gemachte Sonderausgaben über
Portugal, z.B. im 'Feinschmecker'
11/2007.
21. März 2008
Essencia do Vinho 2008
Ein Beitrag von Axel Probst
Internationale Weinmessen haben immer etwas Aufregendes an sich - vor allem
im März in Porto, wenn es in Deutschland beim Abflug bei 2 °C regnet und man
in Porto das Flugzeug mit vielen Graden mehr unter der portugiesischen Sonne
wieder verlässt.
Im erhabenen Palácio da Bolsa, nahe am Douro, findet jährlich die
größte portugiesische Weinmesse statt. Alle namhaften Produzenten finden sich
dort ein und stellen - meist - ihre aktuellsten Weine aus. Einzige Ausnahme
ist der ein oder andere Portweinhersteller, der auch gereiftere Produkte zur
Verkostung anbietet. So sind fast alle mit ihrem aktuellen Vintage Port des
Jahres 2005 vertreten. Sowohl die Symingtons als auch Taylors und Fonseca haben
allerdings mit dem 1996er Dow's Bomfim und den 1985 Taylors und Fonseca Vintage
Ports diesen Trend gebrochen und man konnte sich als "normaler" Messebesucher
auch ein Bild von hervorragenden gealterten Vintage Ports machen.
Die Messe
bietet ideale Gelegenheit, Detailfragen beantwortet zu bekommen und gewisse
Trends zu erfahren. Der Mainstream ist derzeit in Portugal starker, schwerer
Rotwein und es existiert kaum ein Portweinhersteller, der sich diesem Trend
entzieht.
Da ich mich ganz dem Portwein verschrieben habe, beschränke ich mich
aber auf die Events rund um den Portwein und die waren vor allem drei:
(1) "BLIND TASTING" VON 5 VINTAGE PORTS DES JAHRGANGS 2005
Da
ich gerade mitten in der Vintage Port 2005 Verkostung bin, war dies natürlich
genau mein Thema. Ich liebe Blindverkostungen, denn sie nehmen alle Vorurteile
oder sonstige Gefühle und Erfahrungen aus dem Wein heraus und bieten das nackte
Produkt:
(1) Der erste Wein, der präsentiert wurde, bekam von mir relativ schlechte
Noten. Schöne dunkle Farbe mit merklichem Wasserrand und relativ leichter Struktur.
Sehr verhaltene Nase. Säure mit hintergründiger Frucht von Himbeeren und Johannisbeeren.
Macht insgesamt einen wenig konzentrierten Eindruck. Im Mund Säure, Alkohol,
die mittlere Tanninsruktur stützt gut. Leiche Frucht. Ein schöner, fruchtiger
Abgang, mittellang. Ich tippte auf den Burmester 05
(2) Schönes Violett mit guten Reflexen bei mittlerer Struktur. Das Bouquet war würzig mit einer schönen Tiefe und einer angenehmen Kirsch-Heidelbeernote. Am Gaumen schönes Kirscharoma und gute Tannine. Guter, fruchtbetonter Abgang und gute Stütze durch die Tannine. Mein Favorit hier war der Pocas 05
(3) Der dritte Wein besaß eine schöne tief-violette Farbe bei guten Reflexen. In der Nase eine schöne Würznote, Tabak und hintergründige Frucht, gut proportionierter Alkohol. Im Mund zeigte der Wein eine recht tiefe Konzentration, die Würznote der Nase und eine ausgeprägtere Fruchtintensität von roten Beeren. Dieser Wein war schon recht harmonisch. Ein mittellanger Abgang mit allen notwendigen Elementen rundete ihn ab. Mein Tipp: Taylors Terra Feita oder Fonsecas Guimaraens 05
(4) Das vorletzte Glas zeigte wenig Reflexe in sehr tiefem
und dunklem Violett. Der Wein wirkte ein wenig stumpf. In der Nase ein schöne Tiefe, Pflaumen, Cassis, gute Würznote. Ein mundfüllender Wein mit einer schönen Cassis-Heidelbeernote und ausreichend Säure und Alkohol, um diesem Wein ein recht langes Leben mitzugeben. Der mittlellange Abgang war gut strukturiert. Schön! Hier gehörten der Taylors Vargellas und der Dows Senhora da Ribeira zu meinen Hauptverdächtigen
(5) Der letzte Wein gab mir im Nachhinein ein Rätsel auf:
sehr tiefes Violett – der dunkelste von allen, gut strukturiert. Das Bouquet
war verhalten, aber versprach eine gute Intensität mit präsenter Alkohol- und
Säurenote. Am Gaumen waren zunächst Alkohol und Säure präsent. Die Frucht (Johannisbeere
und Pflaume) traten zunächst in den Hintergrund. Der adstringete Abgang war
mittellang mit wenig Frucht bei schöner Länge. Annahme: Fonsecas Guimaraens
AUFLÖSUNG
(1) Zu meinem größten Erstaunen: Niepoort VP 2005
(2) Ramos Pinto Quinta da Evamoira VP 2005
(3) Taylor's Quinta da Terra Feita VP 2005
(4) Dow's Quinta da Senhora da Ribeira VP 2005
(5) Quinta das Carvalhas VP 2005
Mir war nicht bekannt, dass es unter dem label des letzten Weines einen 2005er
Vintage Port gibt, obwohl ich mir eingebildet hatte, ausreichende Recherche
bezüglich der Vintage Ports 2005 unternommen zu haben. Ein kurzer Anruf bei
der Real Companhia Velha lüftete das Geheimnis: Es ist der Royal Oporto, der
im portugiesischen Inland unter dem Label Carvalhas vertrieben wird. Man lernt
nie aus ...
(2) DIE "COLHEITA EXPERIENCE"
Im wunderschönen SALÃO ÁRABE wurden einige der zur Sogevinus gehörenden Colheitas
ausgeschenkt. Leider reichte mein Langenscheid Portugiesisch Kurs CD 1 und
2 noch nicht aus, um die in flüssigem Portugiesisch vorgetragene Präsentation
von Pedro Sá, dem Önologen bei Sogevinus, komplett zu verstehen, doch mein
Banknachbar erwies sich gnädig und übersetzte fast simultan. Alle Weine wurden
kurz vor der Verkostung auf Flaschen abgefüllt.
CALEM COLHEITA 1961 - Leuchtendes
Hellbraun mit schöner Konzentration. Im Bouquet Nüsse und Datteln, aber noch
recht verhalten. Der Gaumen präsentiert sich ausreichend komplex mit einer
angenehmen Creme Brule - Note und Trockenfrüchten.
Nachhaltiger Abgang
CALEM COLHEITA 1957 - Die Farbe dunkler, erninnerte mehr
an einen stumpfen 20y old Tawny mit tieferer Struktur. In der Nase alkoholisch,
Holztouch und verhaltene Karamellnote. Ein mundfüllender Wein mit gut stützendem
Alkohol. Mittellanger Abgang, in dem eine schöne
Mandelnote mitschwingt
BURMESTER
COLHEITA 1944 - Sehr tiefes Rotorange und eine tolle Konzentration.
In der Nase ist dieser Wein erstaunlich vital und zeigt eine erstaunliche Tiefe.
Komplexes Trockenfruchtaroma, aus dem vor allem Rosinen und Datteln hervorstechen.
Sehr komplex. Am Gaumen wirkt der Burmester mit immerhin schon 64 Jahren auf
dem Buckel zunächst leicht, dann setzt eine schöne Konzentration von getrockneten
Feigen und Rosinen ein. Langer Abgang. Sehr schön
und rund. Ein toller Colheita
KOPKE COLHEITA 1941 - Der Kopke präsentiert sich in leuchtendem
Orange, fast bräunlich mit einer tiefen Struktur. In der Nase wirkt er vordergründig
alkoholisch mit schöner Säure und einer Nuss-Mandel-Note. Der Gaumen ist alkoholbetont
mit viel Säure. Das Nussaroma ist eher hintergründig. Nicht besonders süß
BURMESTER COLHEITA 1937 - Dieser Wein wartet mit einer bräunlichen
Farbe und einem deutlich erkennbaren Wasserrand auf. Die Nase ist sehr komplex
(viele Sorten getrockneter Früchte) und lässt schön integrierten Alkohol erahnen.
Am Gaumen voluminös, tief, mit noch guter Stütze durch ganz schwach erkennbare
Tannine und die Säure. Schöne Länge im Abgang, aber vom Abgang hätte ich mehr
erwartet. Dennoch: ein toller Colheita
BARROS COLHEITA 1935 - Der Dunkelste
von allen. Tiefes Braun mit orangen Reflexen. Erhabene Konzentration. Das Bouquet
lässt eine Kaffee-/ Malznote klar erkennen. Ganz leicht angebrannt. Schöner
Alkohol. Im Mund überschwänglich süß – fast zu süß mir dominanten verbrannten
Kaffeearomen. Ist das der Douro-Bake? Wäre mal interessant zu erfahren, wo
dieser Wein gelagert wurde, wobei die Papiere bestimmt nicht ins Jahr 1935
zurückreichen. Ein zu kurzer Abgang. Ein interessanter Wein, aber nicht komplex
genug
KOPKE COLHEITA 1935 - Der 35er Kopke wirkt optisch fast
wie ein Single Malt. Strohgelbe, leuchtende Farbe. Erinnert mich von der Farbe
an den 48er Grahams VP. IN der Nase Säure, schöne Trockenfruchtnote von Datteln
und Mandeln. Am Gaumen sehr säurehaltig. Die Säure ist so dominant, dass die
anderen Aromen nur ganz leicht im Hintergrund mitschwingen. Der Kopke 35 macht
auf mich den Eindruck, dass die besten Jahre hinter ihm liegen. Während die
Nase noch Erwartungen weckt, ist alles andere eher enttäuschend
KOPKE COLHEITA
1900 - Es ist immer ein Erlebnis, eine 70 Jahre ältere Persönlichkeit
vor sich zu haben, als man selbst ist: Tiefes Braun mit grünen Reflexen und
ausgeprägtem
Wasserrand. Trüb. Gute Konzentration. In der Nase sehr süß, Malznote, Karamell
und Kaffee. Auch am Gaumen süß mit den fast identischen Aromen der Nase: Malz
und Kaffee. Guter Abgang. Ein Opa, der bald die Augen schließen wird
(3) DIE
FERREIRA VINTAGE PORT VERKOSTUNG
Diese Präsentation wurde in einem
fast noch erhabeneren Saal durchgeführt – dem SALA DO TRIBUNAL. Durch die alten,
hohen Räume wirkte die mal wieder portugiesische Stimme des Chefönologen Ferreiras,
Luís Sottomayor noch erhabener. Vom gestrigen Tage fast schon geübt überzeugte
ich meinen portugiesischen Nachbarn, die wichtigsten Informationen für mich
zu übersetzen. Thema war das Beste aus dem 19. und 20. Jahrhundert - die Spannung
stieg.

FERREIRA VINTAGE PORT 1994 - Ich liebe die 94er. Sie sind so
kräftig, so tief und konzentriert, dass die meisten von ihnen bedenkenlos 50
Jahre und mehr überdauern. Der Ferreira überzeugte durch ein leuchtendes Rot,
aber nur eine mittlere Struktur. Die Nase verspricht eine gute Komplexität mit
schöner Frucht von Himbeeren und Kirschen, nicht verschlossen. Am Gaumen bemerkt
man die gut stützende Tanninstruktur und viel rote Frucht. Gute Säure. Ein Abgang
mit schöner Länge und viel Säure. So ganz ist er noch nicht wieder erwacht. Potential!
FERREIRA VINTAGE PORT 1978 - Einen 78 habe ich bisher noch
nicht getrunken und es war auch kein Single Quinta VP. Schöne altersgemäße
rotorange-leuchtende Farbe mit guten Reflexen. Relativ leichte Konzentration.
Im Bouquet eine tolle Fruchtnote mit Mokka- und Tabaktouch. Sehr vielversprechend.
Im Mund zeigt sich der Wein gut integriert. Voll und rund mit ausreichend Frucht
und einer schönen Kaffeenote. Mittellanger wohlschmeckender Abgang. Bei einer
Blindverkostung wäre dieser Wein für einen 77er durchgegangen
FERREIRA VINTAGE
PORT 1966 - Schönes Rotbraun mit ensprechenden Alterungsspuren bei
mittlerer Struktur. Die Nase ist verhalten mit Toffee- und Malzaromen und leichter
Würze.
Am Gaumen ist der Wein komplexer als die Nase verspricht. Schöne Würznote.
Erinnert mich an den 67er Noval. Mittellanger Abgang. Der Abgang betont die
Toffeenote
FERREIRA VINTAGE PORT 1947 - Aus der Magnum: Orangerote
Farbe mit Brauntönen. Tiefe, schöne Struktur mit Wasserrand. Die Nase verspricht
Karamell- und Toffee. Medizinale Aromen. Der Ferreira 47 schmiegt sich an den
Gaumen an. Elegant und soft mit einer ausgeprägten Toffeenote. Mittellanger
ausgeglichener Abgang. Toll
FERREIRA VINTAGE PORT 1917 - Stark leuchtendes
Gelb mit starken Reflexen. Wirkt von der Struktur her eher leicht. Sehr sauber.
Das Bouquet hat eine leicht stechende Säure (leichter Korkfehler), dahinter
rauchige Würze, Toffee. Auch am Mund ist der Korkfehler erkennbar. Mandel-
und Toffeenote mit schönem Alkohol. Leichte Medizintouch. Der Abgang ist überraschend:
zunächst sehr kurz, doch ca. 10 Sekunden setzt eine wärmende Mandelnote ein,
die noch mal eine halbe Minute anhält. Angenehem
FERREIRA GARRAFEIRA PORT
1863 - Wenn die Altersgrenze die 100 übersteigt, dann schwingen immer
besonders viele Emotionen mit. Vor allem, wenn man sich überlegt, unter welchen
Umständen
damals Weine hergestellt wurden. Goldbraune Farbe, wirkt sehr trüb. Massive
Konzentration. In der Nase alter Kaffee und eine muffige Note, aber immer noch
lebendig. Säure. Im Gaumen ist die Säure weniger präsent. Der Wein wirkt filigran
und fragil. Der Abgang wirkt - ähnlich dem 1917er - zunächst kurz, aber dann
schwingt ein sehr angenehmes Sekundäraroma nach. Ein Erlebnis
ANDERE BEMERKENSWERTE
WEINE DER MESSE WAREN
QUINTA DE LA ROSA COLHEITA 1994 - Willkommen
im Tawny-Club! Der erste Colheita der Quinta de la Rosa und einer, den man
probieren sollte: Ein schönes leuchtende Rot mit angenehmen Nüssen und wohlproportioniertem
Alkohol im Bouquet. Am Gaumen stark nussig. Mittellanger gut strukturierter
Abgang. Ein Mittelgewicht aus diesem hervorragenden Jahrgang
POCAS COLHEITA
1994 - Der Pocas Colheita des nahezu perfekten Portweinjahrgangs
1994 überzeugt
durch ein leuchtendes Rot bei einer guten Konzentration. In der Nase finden
sich Haselnüsse und eine Trockenfruchnote. Ein mundfüllender und sehr samtiger
Wein mit gut integriertem Alkohol. Schöner,
langer Abgang, bemerkenswert komplex
DOW'S BOMFIM VINTAGE PORT 1996 - Der
Dow's Bomfim präsentiert sich sehr offen und fruchtig. In der Nase schwingt
ein anregendes Kirsch- und Brombeerbouquet mit. Im Mund wird die Frucht durch
ausreichende Tannine und Alkohol gut gestützt. Der Abgang ist mittellang und
extrem fruchtig. Ein schöner
Vintage Port!
FONSECA GUIMARAENS VINTAGE PORT 1988 - Schon recht helles
Rot. Schönes Kaffeebouquet, Würzig. Von der Konsistenz her wirkt er leicht.
Im Mund sehr würzig. Mittellanger, schöner
Abgang.
FONSECA VINTAGE PORT 1985 Die 85er sind ein sehr heterogener
Jahrgang. Vintage Ports von Croft und Noval sind schon enorm weit entwickelt,
meine derzeitigen Jahrgangsfavoriten Fonseca und Grahams wirken eher jung,
der Taylors war bisher der Verschlossenste. Der Fonseca 85 zeigt eine intensive
Konzentration in der noch tiefen dunkelroten Farbe. Die Nase wartet mit einer
schönen Würze, Mokka-
und Kaffeenoten auf. Die Frucht ist in dieser Phase noch hintergründig, was
aber auch an der geringen Dekantierzeit liegen kann. Am Gaumen zeigt sich der
Wein seht gut entwickelt. Die Tannine sind bereits auf dem Rückzug, aber noch
so präsent, dass sie ein langes Leben versprechen. Himbeer- und Kaffeenoten.
Ein ca. 20 Sekunden langer, komplexer Abgang beendet den Genuß. Sehr schön
TAYLOR'S VINTAGE PORT 1985 - Der Taylors des gleichen Jahrgangs
ist – wie
bereits angemerkt – verschlossener. Die Farbe ist ein wenig heller und leuchtet
mehr. Die Nase ist verhalten, leichte Frucht (Himbeeren) scheint durch. Im
Mund wirkt er komplex und konzentriert mit mehr Frucht als die Nase verspricht.
Hier kommt die Himbeernote durch. Mittellanger, schöner
Abgang. Noch Potential zu mehr!
QUINTA DO NOVAL COLHEITA 1986 - Ein angenehmes
Gespräch mit Rute Monteiro von Noval kombiniert mit einem 86er Colheita der
Quinta ist eine für Portweinfreunde schwer zu schlagende Kombination: Der 86er
Colheita zeigt sich in einer frischen braunen Farbe mit tollen Reflexen. In
der Nase spielen Nüsse und allerlei Trockenfrüchte
mit. Der Gaumen zeigt exakt die Noten der Nase, ist jedoch nicht so intensiv
und komplex wie man erwartet. Mittelintensiver Abgang. Nice.
...
LAST AND LEAST: CROFT PINK PORT - Eine Farbe, die meine 5jährige
Tochter sofort ins Herz schließen würde. Pink und auch noch "Glitzer" am
Etikett. Das beabsichtigte Käuferklientel dieses Portweins wird optisch sofort
offengelegt. Jung, tendenziell weiblich und in jedem Fall noch nie mit Portwein
vorab in Berührung gekommen. Als nicht mehr junger und noch nie weiblicher
Portweinkonsument habe ich aus qualitativer Sicht mit diesem Produkt einige
Probleme; der Kaufmann in mir sagt allerdings: wenn man mit Alkopops so viel
Erfolg hat - warum nicht. Eiskalt trinken, daher sehr verhaltene Nase -
eine künstliche Frucht. Im Mund süß,
klebrig, Medizinale Note. Bleibt recht lange im Mund. Hoffentlich trinken alle
Portwein-Neulinge danach auch mal richtigen Portwein!
Ein Besuch der Essência
do Vinho ist für den Portweinliebhaber ein spannendes Erlebnis. Man bekommt
hervorragende Weine serviert, spricht direkt mit den handelnden Personen und
dies alles in einem Ambiente, das seines Gleichen sucht. Bis zum nächsten
Jahr!
Axel Probst
Sollten Sie Fragen, Kommentarte oder Anmerkungen haben, freue ich mich über ein feedback unter: axelprobst@worldofport.de
21. März 2008
Impressionen und Nachlese von der Prowein 2008
Da ich während meines sonntäglichen Besuches der Prowein im Laufe des Tages
leider feststellen musste, dass meine Rekonvaleszens doch noch nicht soweit
fortgeschritten war, um auf Schmerztabletten verzichten zu können, war mir
der Spaß und vor allem der Genuss etwas abhanden gekommen. So wurde aus dem
geplanten 2-tägigen Besuch letztendlich ein Eintagesausflug mit dem entsprechend
gekürzten Programm.
Über und auch direkt von der Prowein haben ja schon etliche Weinblogger geschrieben, Thomas von 'weinverkostungen',
Mathias von 'viva-vino',
sogar mit eigenen Videos, Lars von 'schreiberswein',
Bernhard von 'bernhards-fiedler-we(in)blog',
inzwischen hat auch Ingo, 'weinschreiber',
begonnen, seine Verkostungsnotizen zu veröffentlichen. Interessanterweise habe ich bisher bei Technorati noch keinen Beitrag eines ausländischen Bloggers über
die Prowein gefunden.
Ich werde mich diesmal kurz fassen können und nur ein paar Impressionen von meinem hauptsächlichen Aufenthalt in Halle wiedergeben.
An luftiger Werbung hatte man nicht gespart, leider sah es unten dann doch für den ersten Tag etwas ruhig aus...

so blieb Zeit und die Möglichkeit mitten im Gang ein Schwätzchen zu halten, hier...
Theo Morgenschweis (Mitte) und Michael Müller (rechts) von 'Portusa'
oder in aller Ruhe neue Weine zu entdecken wie
Sónia und Markus Horn von 'LusitaniaGourmet'
Sie suchen noch einen deutschen Importeur für ihren Portwein 'Feuerheerd' und
ihren Tafelwein 'Dona Matilde', Manuel
Angelo Barros und Filipe Barros ...
Ein Höhepunkt des Tages war aber zweifellos das Treffen mit dem Madeira-Experten und Betreiber der Internet-Seite 'MadeiraWineGuide', Dr.Peter Reutter.
Er hat inzwischen seine Verkostungsnotizen auf seiner Seite schon veröffentlicht.
Getroffen haben wir uns natürlich am Stand von IVBAM (Institut für Wein, Stickerei und Kunsthandwerk Madeiras), genauer gesagt am Stand von 'Vinhos Barbeito'.
Leider war die vor ein paar Wochen auf dem Treffen der deutschen Importeure in Berlin verteilte Info-Mappe über Madeirawein hier nicht erhältlich. Für mich völlig unverständlich und es zeigt einmal mehr, dass in Punkto Werbung und Marketing Madeira dem Festland inzwischen sehr nachhinkt. Schade.
Auch auf meine Frage nach dem deutschen Importeur der Barbeito-Weine konnte die ansonsten sehr nette und hilfsbereite Assistant Managerin Marianna Pinto zunächst keine Antwort geben. Dann doch 'Weinhandelshaus Scholzen'. Meine dortige Anfrage am Montag nach einer Preisliste ist bis heute noch nicht beantwortet. Kundenpflege und Erschließung neuer Ozeane (lese gerade das Buch "Der Blaue Ozean als Strategie") sieht anders aus...
Glücklicherweise gesellte sich dann zufällig noch ein weiterer Madeiraliebhaber und Importeur dazu: Maik Göbel, der auf seiner Seite 'madeirawein.de' nicht nur viel Informationen über Madeirawein allgemein, sondern speziell über Barbeito sammelte. Dort gibt es auch einen Internet-Shop mit Barbeito-Madeiras.
Foto: Dr. Reutter (Gerdinho mit Maik Göbel und seiner Frau)
Somit lag mein diesjähriger Schwerpunkt auf dem Madeirawein und ich hoffe,
dass ich bald auch Weine von 'Barbeito' im Portwein-Shop anbieten kann.
Zum Abschluss war ich schließlich noch auf dem 'kleinen Bloggertreff' am VINUM-Stand,
wo ich endlich Lars vom 'schreiberswein'
kennen lernte und Ingo, den 'weinschreiber'
wieder traf.
Da ich am Montag nicht mehr auf der Messe war, entging mir das zweite
Bloggertreffen. Jetzt muss ich wahrscheinlich noch ein weiteres Jahr
warten, bevor ich auch Mathias
Metze endlich einmal persönlich treffe ... bis zur Prowein 2009.
16. März 2008
Besuch der Prowein 2008 bis Montag
Am Sonntag und Montag werde ich auf der Prowein in
Düsseldorf sein. Ab Dienstag gibt es dann Berichte davon. Einige Kollegen werden
live von der Messe berichten, Ingo, der Weinschreiber,
Mathias, Viva-Vino und vielleicht
noch einige andere Weinblogger.
14. März 2008
Relaunch von 'The Vintage Port Site' und 'Sandeman'
Zwei portugiesische Webseiten wurden neu gestaltet und es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen: 'The Vintage Port Site' und 'Sandeman'. Vor allem die 'Vintage Port Seit' , die von der Marketingabteilung von Symington herausgegeben wird, bietet viel Informationen über Portwein, Jahrgänge, ein Forum usw.. Das die Seite natürlich 'symingtonlastig' ist, kann man verschmerzen.
Foto: Symington Estates
10. März 2008
Ein Abend mit
Dirk Niepoort und den Douro Boys in Porto ...
Gabriella und Ryan Opaz berichten weiter von ihrem Besuch in Porto.
Ein Abend zusammen mit Dirk
Niepoort und den Douro-Boys der
einen neidisch werden lässt, allein wegen der verköstigten Portweine, u.a.
eine Niepoort
Garrafeira 1977, Dirk hatte die Abfüllung bereits im Januar dieses Jahres
in einem portugiesischen Weinforum
angekündigt, nur 1.000 (!) Flaschen, und eine Niepoort Colheita 1957
(der auf der eigenen Homepage nicht
gelistet ist.)...Ryan Opaz gerät ins Schwärmen und gibt zum Schluss einen
Ratschlag: "If you ever have the chance to drink some wine with the
Douro Boys, I highly suggest that you arrive on time." Aber lest selbst hier (in engl.).
Foto: Homepage der Douro Boys
9. März 2008
Essencia do Vinho 2008 in Porto
Einen ersten ausführlichen Bericht (in engl.) von der an diesem Wochenende in Porto stattfindenden "Essencia do Vinho" liefern die beiden Blogger Gabriella und Ryan Opaz auf ihrem Blog 'Catavino'.
Die beiden waren übrigens die ersten Weinblogger, die in der normalerweise nur von Weinjournalisten besetzten Jury saßen, die die große 'Weinverkostung der Essencia' durchführen.
Die Ergebnisse der diesjährigen Verkostung finden sich am Schluss ihres Berichtes.
Die Plätze 5 bis 8 belegen Douroweine, Quinta
Vale d. Maria 2005 von Lemos & Van Zeller (5), Quinta
do Vale Meao 2005 von Francisco Olazabal & Filhos (6), Quinta
da Douriga - Cha 2005 von Jorge Rosas (7), Quinta do
Couquinho Reserva von Maria Adelaide Trigo (8).
In der Kategorie 'Portwein' gewann Taylor's Quinta de Vargellas Vintage Port 2005.
7. März 2008
März-News von 'Infoportwine'
Bereits seit einigen Tagen sind die aktuellen News von 'Infoportwine' online. Hier die Themen:
3. März 2008
Weinhandel und Web 2.0
Einen sehr interessanten Beitrag über Weinhandel im Web 2.0 am Beispiel von Gary Vaynerchuck veröffentlicht heute Robert Basic.
Hier finden Sie ein Video von Gary Vaynerchuck über Douro-Weine und über Portwein.
25. Februar 2008
Neuzugang in der Portwein-Bibliothek
Heute kam ein großes Paket von meiner Buchhandlung des Vertrauens TFM in Frankfurt - 3 neue Bücher über den Douro, Portwein, Douroweine.
Hier das Erste:
José A. Salvador, As rotas dos Vinhos do PORTO, do DOURO e de TRÁS-OS-MONTES, Bertrand Editora 2007 (portugiesisch)
Preis: 42 € bei TFM
Eine kurze Rezension folgt in den nächsten Tagen.
Zur Portwein-Bibliothek geht es hier.
24. Februar 2008
Portugiesische Weinführer 2008
Bereits vor einigen Wochen erschienen ist ein weiterer portugiesischer Weinführer "Portal Portugal 2008" von Pedro Gomes und Tiago Teles. Die beiden Autoren sind auch die Betreiber des Weinforums "NovaCritica".
Auf 331 Seiten stellen sie rund 1.080 portugiesische und ausländische Weine vor.
Wer einen 'Guia' von Joao Paulo Martins und/oder Joaoa Afonso schon hat, kann
auf diesen allerdings ohne weiteres verzichten.
Mit der Dezember-Ausgabe der "Revista de Vinhos" erschien auch wieder
der jährliche Einkaufsführer dieser Zeitschrift, "Guia de Compras
Vinhos Portugueses 2008". Dieser ist die Zusammenstellung aller im Laufe des Jahres in der Heftausgabe veröffentlichten Weinrezensionen.
2 weitere Weinführer, von Rui Falcao und Aníbal Coutinho, sind noch in Portugal erschienen, deren Kauf ich mir allerdings erspart habe.
Bereits hier im Port-Blog vorgestellt wurden: Joao Paulo Martins, Vinhos de Portugal 2008 Joao Afonso, Anuário de Vinhos 2008
Interessant ist eine kleine Zusammenstellung der am höchsten bewerteten Weine:
J.P. Martins (18,5 Punkte): Charme 2005, Batuta 2004, Qta. do Crasto Vinha Maria Teresa 2005 J. Afonso (18,5 P.): Abandonado 2004, Qta. do Crasto Vinha Maria Teresa 2005
P. Gomes und T. Teles (18,5 P.): Batuta
2005, Qta. do Monte d'Oro Reserva 2004 R. Falcao (18,5 P.): Charme 2005, Qta. do Crasto Maria Teresa 2005, Barca Velha 1999, Qta. dos Roques Reserva 2005 A. Coutinho (97 P.): Qta. do Crasto Vinha Maria Teresa 2005 Guia de Compras 2008 (19 P.): Qta. do Crasto Vinha Maria Teresa 2005 Quelle: Revista de Vinhos 1/2008, S.122
Somit ist der Qta. do Crasto Vinha Maria Teresa 2005 der von den portugiesischen Weinkritikern am meisten und höchste bewertete portugiesische Wein des Jahres 2007. Der 'Wine Spectator' gab ihm mit 96 Punkten ebenfalls die Höchstnote an einen portugiesischen Wein im Jahre 2007 .
23. Februar 2008
Portwein und Rezepte
Was den Wein-Bloggern ihre Weinrally ist, ist den Food-Bloggern ihr Blog-Event.
Die in München lebende Portugiesin Nysa (Nickname) ist für den XXXII (!) Blog-Event verantwortlich. Auf ihrem sehr interessanten und äußerst lesenswerten Blog "Café da Nysa", auf den ich schon seit einigen Wochen hinweisen wollte, nicht getan habe, hiermit jetzt endlich nachhole, stellt sie das aktuelle Thema vor: Portwein. Bis zum 15. März kann jeder - auch die Port-Blog-Leser! - ein Gericht mit Portwein kochen, wenn möglich ein Foto davon machen und dies zusammen auf seinem eigenen Blog oder bei "Kochtopf" veröffentlichen. Die genauen Bedingungen stehen hier. Ich bin gespannt auf die eingereichten Rezepte und werde sicherlich versuchen, das eine oder andere Rezept nachzukochen, die "flüssigen Zutaten" habe ich ja schon....
Hier noch ein Literatur-Tipp, leider nur in portugiesisch erhältlich:
Hélio Loureiro, Receitas para Vinho do Porto,Hrsg. Instituto do Vinho do Porto, 1999
Wie der Titel schon sagt - "Receitas para" und nicht "Receitas com"- werden hier zu verschiedenen portugiesischen Gerichten die entsprechenden Portweine empfohlen, u.a. von Joao Rosas Nicolau de Almeida ( Ramos Pinto).
19. Februar 2008
Die besten portugiesischen Weine 2007
von "Revista
de Vinhos"
Am vergangenenen Freitag, den 15.2., verlieh die Weinzeitschrift "Revista de Vinhos" ihre 'Oscars'. Auf einer Mammutveranstaltung mit über 800 Teilnehmern, darunter auch viele Weinblogger, die sich wieder an dem inzwischen schon legendären 'mesa (Tisch) 84' versammelt hatten, wurden die Auszeichnungen vergeben.
Grafik: Pingas no copo
Hier nur wieder die besten Weine aus den einzelnen Regionen und Kategorien:
Prémios excelência (Die Besten der Besten)
Schaumwein Murganheira Assemblage 1995
Minho Anselmo Mendes Alvarinho 2005 Dorado Alvarinho 2005 Soalheiro Primeiras Vinhas Alvarinho 2006
Douro Auru 2001 Alves de Sousa Reserva Pessoal 2003 Batuta 2005 Charme 2005 Gouvyas Vinhas Velhas 2005 Lavradores de Feitoria Grande Escolha 2004 Pintas 2005 Quinta do Crasto Vinha Maria Teresa 2005 Quinta do Infantado Reserva 2005 Quinta
do Vale Meão 2005 Vértice Grande Escolha 2003
Dão Paço dos Cunhas de Santar Vinha do Contador 2005 Quinta da Falorca Garrafeira 2003
Beiras Quinta de Foz de Arouce Vinhas Velhas Santa Maria 2005 Quinta do Ribeirinho Pé Franco 2005
Estremadura Quinta do Monte D'Oiro Reserva 2004
Península de Setúbal S de Soberanas 2004
Alentejo Dona Maria Reserva 2004 Paulo Laureano Alicante Bouschet 2005 Quinta do Carmo Reserva 2004 Terrenus 2004 Vale do Ancho 2004 Zambujeiro 2004
Portwein Quinta do Noval Colheita 1986
Madeirawein Barbeito 30 anos Malvazia Lote Especial
Aguardente Relíquia Reserva Especial
Ein komplette Liste aller vergebenen Preise finden Sie hier.
Weitere Berichte und zum Teil kontroverse Diskussionen über diese Veranstaltung und die Preise finden Sie in den verschiedenen portugiesischen Blogs und Foren - pumadas, vinho da casa, pingas no copo, Clube Optimus Vinhos, NovaCritica-vinho
19. Februar 2008
Die besten portugiesischen Weine 2007 von "Blue Wine"
Alljährlich veröffentlichen die beiden größten und wichtigsten portugiesischen Weinzeitschriften in ihren Februar-Ausgaben ihre Listen der besten, im vergangenen Jahr probierten, Weine Portugals. Daneben werden aber auch noch weitere Preise verliehen, für den besten Önologen, Produzenten, etc., deren Auflistung ich mir hier erspare.
"Blue
Wine" war vor knapp zwei Wochen zuerst mit der Liste der Top 100
- (hier nur die Ersten mit 18 und mehr Punkten):
BLANDY'S
BUAL 1920 MADEIRA 19 Punkte
QUINTA
DA SENHORA DA RIBEIRA (DOW'S) VINTAGE PORT 2004 19 P. JMF MOSCATEL ROXO SUPERIOR 1960 Setubal 19 P. QUINTA DA ROEDA(CROFT) VINTAGE PORT 2004 18,5 P. TAYLOR'S VARGELLAS VINHA VELHA VINTAGE PORT 2004 18,5 P. PINTAS 2004 DOURO 18,5 P. POEIRA 2004 DOURO 18,5 P. CEDRO DO NOVAL 2004 DOURO 18 P. COSSART GORDON BUAL VINTAGE 1958 MADEIRA 18 P. FONSECA PORTO GUIMARAENS VINTAGE PORT 2004 18 P. INCÓGNITO 2004 ALENTEJO 18 P. MONTES CLAROS RESERVA 2004 ALENTEJO 18 P. PAÇO CUNHAS DE SANTAR VINHA DO CONTADOR 2004 DAO 18 P. PINTAS VINTAGE PORT 2004 QUINTA DA PELLADA 2005 18 P. QUINTA DAS TECEDEIRAS RESERVA 2004 DOURO 18 P. QUINTA DE BAIXO GARRAFEIRA 2004 BAIRRADA 18 P. QUINTA
DO VALE MEÃO 2004 DOURO 18 P. QUINTA
DO VALE MEÃO VINTAGE PORT 2004 18 P. REDOMA 2004 DOURO 18 P. TAYLOR'S QTA DE VARGELLAS VINTAGE PORT 2004 18 P. VALE DE PIOS 2005 DOURO 18 P. VINHAS DA IRA 2004 ALENTEJO 18 P. VISTA ALEGRE VINTAGE PORT 2004 18 P. V.T. 2004 DOURO 18 P.
Quelle: Blue Wine und Blog Vinho da Casa
15. Februar 2008
Graham's Vertikalverkostung 2003 - 1927
Graham's complete Vertikalverkostung Vintage Ports 2003 - 1927
Ein Beitrag von Axel Probst
Im Herbst letzten Jahres erfuhr ich vom Freund eines Freundes, dass in der
Nähe von München eine Portweinvertikale des Hauses Graham's durchgeführt werden
sollte. Eine solche Chance darf man nicht verpassen, da es leider nicht oft
nennenswere Portverkostungen in Deutschland gibt.
Die Vintage Ports von Graham's gehören schon seit geraumer Zeit zu meinen
Favoriten. Sie zeichnen sich beständig durch eine hohe Qualität aus, was zum
einen für die generell deklarierten Jahre, aber auch größtenteils für die "single-quinta-vintage-ports"
der Quinta dos Malvedos gilt. Gerade in den "split-declaration-Jahrgängen[1]"
wie z.B. 1991/ 1992, in dem sich Graham's für die Herstellung eines Graham's
Vintage Port 1991 und eines Malvedos 1992 entschieden hat, ist das Preis-Leistungsverhältnis
der Malvedos-Ports nahezu unschlagbar.
Graham's Port wurde 1820 von den Brüdern William und John Graham gegründet.
Im perfekten Portweinjahr 1970 erwarben die Symingtons die Firma, behielten
aber den unverwechselbaren Stil der Weine bei. Das Herzstück der Graham's
Portweine ist die Quinta dos Malvedos (der Name bezieht sich auf die Stromschnellen,
die im Douro vorherrschten, bevor der Staudamm gebaut wurde). Die Symingtons
erneuern dort, wo es nötig ist, behalten aber den „alten Flair“ der Portweinproduktion
bei. So waren sie die ersten, die den robotic lagar, eine automatische Traubentretmaschine,
eingesetzt haben und damit beachtliche Erfolge erzielen, wie die 2000er und
2003er Weine beweisen.
Auch die 1890 gebaute Graham's-lodge in Vila Nova de Gaia ist sehenswert.
Sie verfügt neben sehr freundlichem und vielsprachigem Personal und einem gut
ausgestatteten Shop auch über die Möglichkeit, die Vintage Ports der Symingtons
glasweise zu probieren. Die Flaschen werden mit einer speziellen Gasmischung
direkt nach dem Einschenken "versiegelt", so dass der sauerstoffbedingte
Alterungsprozess gestoppt wird. Ob dies tatsächlich funktioniert, kann ich
persönlich nicht
beurteilen, da ich dort bisher immer nur frisch geöffnete Vintage Ports serviert
bekommen habe. Da die Lodge von Graham's recht weit im Hinterland liegen,
ist es ratsam, direkt an der Wasserlinie den Bus zu besteigen und sich dorthin
transportieren zu lassen.
Trotz der nicht übertrieben proportionierten Tannine sind Graham-Vintage Ports
sehr beständig und zeichnen sich durch eine tolle Kombination von fruchtigen
Aromen und einer tiefen Komplexität aus. Auch aus sentimentalen Gründen habe
ich von den Graham's Ports bisher meinen Geburtsjahrgang 1970 favorisiert.
Da 1970 das letzte große Jahr gewesen ist, in dem die Vintage Ports noch außerhalb
von Portugal abgefüllt werden durften, ist dies auch ein tolles Jahr, um die
Einflüsse der unterschiedlichen Abfüller auf den Wein zu entdecken. So habe
ich z.B. feststellen können, dass die Abfüllung des Army & Navy Store mehr
Komplexität aufweist, als die der original Graham's Abfüllung des gleichen
Jahres. Anfang Februar trafen sich also 11 Portliebhaber in sehr lockerer und gemütlicher Atmosphäre bei dem Freisinger Weinhändler Toni Wallner zu Hause. Der Auktionator der Munich-Wine-Company Stefan Sedlmeyr und er hatten die Portweine über Jahrzehnte gesammelt. Vielen Dank noch mal für
die Organisation.
Bereits die Anfangskalkulation hat mich ein wenig stutzig
gemacht: 15 Flaschen bei 11 Gästen ist ein stattliches Pensum. Vor allem,
wenn ich das Credo meines britischen "Portwein-Vaters" beherzigen wollte:
Do never leave the room before the Vintage Port is finished. Als wir erwartungsfreudig
auf unser erstes Glas warteten, kam kurz die Frage auf, welcher denn nun der
erste sein soll. Dies ist immer ein Problem bei den Vertikalen. Die alten
können eventuell so fragil sein, dass ihnen zu viel Dekantierzeit schaden
könnte und mit den jungen Vintage Ports anzufangen, hieße den Gaumen von Anfang
an vielen stark ausgeprägten Aromen auszusetzen, so dass man die Aromentiefe
der älteren Ports danach eventuell nicht mehr komplett erfassen kann. Wir
entschieden uns, zuerst den 1927er zu öffnen und uns dann Stück für Stück
der Gegenwart zu nähern.
DIE WEINE IM EINZELNEN
1927 VP - Interessanterweise habe ich für genau diese Flasche
auf einer Auktion mitgeboten, dann aber am Ende nicht den Zuschlag erhalten.
Rötliches Braun mit ausgeprägtem Wasserrand, aber einer sehr intensiven Struktur.
Leichte Korreandernote in der Nase. Der Wein ist noch voll intakt. Leichte
Würze mit schönen Malz- und Kaffeenoten. Am Gaumen dezenter Alkohol. Malz
und Nougat. Der Alkohol tritt mit zunehmender Dekantierzeit in den Vordergrund.
Mittellanger bis langer Abgang. Für seine 81 Jahre noch sehr vital. Wird sich
aber nicht weiter verbessern. Drink up!
1945 VP - Ein Traumjahr sowohl in Bordeaux als auch in
Portugal. Auch am 45er ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen, aber er
ist noch sehr lebendig: Schöne Braunnote, noch sehr kräftig. Immense Struktur
und Konzentration. In der Nase schönes Toffee- und Rauchbouquet, leichter
Minztouch. Am Gaumen Malz, fast torfig. Sehr intensiv und kräftig. Der Abgang
ist extrem lang; man will ihn auch gar nicht weglassen. Ein kräftiger, toller
Wein, der noch Jahrzehnte durchhalten wird. Die Jugend dieses Weins begeistert,
wenn man sich überlegt, dass der 2. Weltkrieg gerade beendet wurde, als die
Trauben auf den Rebstöcken hingen.
1948 VP - Der 48er war eine Überraschung. Vom Erscheinungsbild
war er der Älteste, fast golden-gelblich und recht dünn. In der Nase überreif
mit einem medizinischen Touch und Madeiranoten. Am Gaumen leicht, medizinisch,
floral. Ganz leichter Abgang. Zunächst entschied ich mich dafür, dass dieser
Wein schon hätte ausgetrunken werden sollen, behielt aber noch die Hälfte
im Glas. Gelegentliches Riechen am Glas bestärkte mich darin, dass der Sauerstoff
diesem Wein ein zweites Leben eingehaucht hat. Mit zunehmender Dekantierzeit
wurde der 1948er Vintage Port immer komplexer. Dieser Eindruck passte überhaupt
nicht zur Optik. Daher: Never give up a Vintage Port!
1955 VP - Einer der Lieblingsports von Michael Broadbent.
Auf diesen Wein war ich besonders gespannt, leider war die Korknote gleich
nach dem Öffnen der Flasche erkennbar. Von der Farbe und der Struktur zeigte
sich der 55er jünger als sein 8 Jahre älterer Bruder. Der Wein wirkte kein
bisschen alt. Schade und bis zum nächsten Mal.
1963
VP - Der 63er Graham's Vintage Port zeigte sich mit enormer
Konzentration und einer tawny-braunen Farbe. In der Nase tolle Kirsch-
und Himbeernoten, ganz leicht Toffee und eine schöne Frische. Am Gaumen
ist er nicht süß, besticht aber durch ein intensives Fruchtaromenspiel
und die beeindruckende Konzentration. Der intensive Abgang ist sehr
lang. Den 63er Graham's hätte ich in einer Blindverkostung voraussichtlich
zwar als 63er erkannt, niemals jedoch als Graham's, da ihm die oppulente
Süße fehlt. Es ist ein toller Wein mit viel Zukunft.
1970 VP - Zu Weinen dieses Jahrgangs habe ich ein
besonders sentimentales Verhältnis. Es ist sowohl mein Geburtsjahrgang
als auch der meiner Frau. Den Graham's 1970 VP habe ich zum ersten
Mal vor fast zwei Jahrzehnten als Abschluss einer 70er-Bordeaux-Horizontale
getrunken. Einer der Gründe, warum ich nach dem überdurchschnittlichen
Mouton und dem katastrophalen Lafite dieses Jahres zum Portwein „konvertiert“ bin.
Ein Spitzenwein, der optisch vorgibt, ein Teeny zu sein. Schöne Struktur.
In der Nase leicht muffige Töne, nach einer Stunde Malz und Toffeenoten,
floral. Im Mund eine sehr gute Konzentration, schöne Würze, tolle
Frucht, hauptsächlich Himbeeren und Pflaumen. Viel Druck. Der Abgang
ist sehr, sehr lang und fruchtig. Ein verführerischer Port, der noch
eine große Zukunft vor sich hat.
TIPP: Bis 160 EUR kaufen - Ein Spitzenwein mit enormer Zukunft!
Aber Vorsicht - Auf den Abfüller achten!
1975
VP - Über die Deklaration von 1975 gibt es zwei Ansichten: die
einen behaupten dieser Jahrgang ist nur aus politischen Gründen deklariert
worden (Nelkenrevolution); die anderen glauben, es ist ein schöner, wenn
auch nicht umwerfender Jahrgang. Der 75er Graham's präsentiert sich schon
sehr hell mit starken Alterungsspuren und einer recht wässrigen Struktur.
Die Nase ist alkoholisch mit schönen Himbeernoten. Der Gaumen ist sehr
leicht und es schließt sich ein kurzer alkoholischer Abgang an. Doch eher
politische Gründe!
1977 VP - Diesen Wein habe ich das letzte Mal mit Dominic
Symington 2007 aus der Magnum getrunken. Sehr erhabene, leuchtend rote Farbe.
Mittlere bis volle Struktur. In der Nase eigen: florale Noten und leichte
Frucht. Am Gaumen sehr schön: gute Frucht, tolle Würze mit dem floralen Touch
der Nase, zusätzlich Lakritze. Mittellanger, sehr fruchtiger Abgang. Wer diesen
Port einmal getrunken hat, erkennt ihn immer wieder. Jetzt trinken oder noch
20 Jahre liegen lassen.
1983 VP - Optisch ist dieser Wein vom 85er nicht zu unterscheiden.
In der Nase vermisst man die für Graham's Ports typische Süße, erkennt
aber eine anregende Würze. Auch der Gaumen präsentiert sich überschwänglich
würzig
mit viel Pepp. Bei mittellangem Abgang ist dies ein sehr interessanter Vintage
Port des Hauses.
1985 VP - Meiner Ansicht nach ist der 85er von Graham's
der Jahrgangssieger. Diesen Wein habe ich schon oft getrunken. Leider konnte
ich früher nicht widerstehen und habe ihn vor seiner optimalen Dekantierzeit
von mindestens 4 Stunden fast schon ausgetrunken. Eine noch recht junge Farbe
für einen 23 Jahre alten Wein. In der Nase ganz leichte Fehlnoten. Der Wein
wirkt noch unrund. Leider hat sich auch nach 3 Stunden im Glas meine bisherige
Erfahrung nicht durchsetzten können. Ohne Bewertung, da ich diesen Wein viel
besser in Erinnerung habe.
1991 VP - Erstaunlicherweise habe ich den 91er Vintage
Port von Graham's noch nie getrunken. Obwohl die Farbe schon heller war als
die des 85ers, war ich von der Opulenz der Nase beeindruckt: Toffee- und Rotbeeren-Noten.
Am Gaumen ist er leider zu wenig konzentriert. Schön eingebundener Alkohol,
Malz und rote Beeren. Relativ kurzer Abgang. Macht aber insgesamt Spaß, ihn
jetzt zu trinken. Vielleicht mit mehr Dekantierzeit…
1994
VP - Mein Preis-Leistungs-Sieger des Abends. Das letzte Mal
konnte ich ihn vor 3 Monaten bei Graham's neben dem Vesuvio und dem Dows
des gleichen Jahrgangs testen. Tief-schwarzes Rot. Man kann nur erkennen,
dass es sich um einen älteren Vintage Port handelt, weil keine Reflexe
vorhanden sind. In der Nase ein sehr intensives Bouquet von getrockneten
Pflaumen und roten Früchten. Am Gaumen sehr intensiv, wobei die einzelnen
Bestandteile noch präsent sind. Der Abgang ist sehr lang und intensiv.
Dieser Wein benötigt noch Jahrzehnte!
1997
VP - Farblich präsentiert er sich perfekt: schwarz-rote Farbe
ohne Wasserrand. In der Nase dominiert frische Gärhefe (?), der auch
den Gaumen besetzt. Dieser Wein macht den Eindruck, als ob er gerade
aus dem lagar abgefüllt wurde mit einem kurzen, hefigen und recht
flachen Abgang. Quo vadis? Muss ich noch mal probieren.
2000 VP - Wie ich bereits in anderen Artikeln
angemerkt hatte: Finger weg von den 2000ern - es sei denn, man
ist erfahren genug zu wissen, was da im Wein vor sich geht. Diese
Weine wollen derzeit nicht angerührt werden. Leider war der 2000er
die zweite Flasche mit Korkfehler. Da alle Anwesenden ihn schon
getrunken hatten, verzichteten wir auf eine Ersatzflasche.
2003
VP - Den 2003er habe ich zum ersten Mal in einer Symington-Verkostung
2005 in Vila Nova de Gaia getrunken. Sehr fruchtig rote Farbe,
wobei die Reflexe langsam nachlassen. Überwältigende Frucht
in der Nase, hauptsächlich Johannisbeere und Cassis. Der Gaumen
entspricht exakt der Nase. Erinnert mich stark an den 2003er
der Quinta do Noval. Alle notwendigen Bauteile sind vorhanden:
Säure, Alkohol, Frucht und Tannine. Jetzt braucht er nur noch
eines: Zeit!
FAZIT - Wenn immer man die Möglichkeit hat,
an eine Flasche Graham's Vintage Port Hand anzulegen, sollte
man dies machen. Es sind beständig tolle Weine, die auch einzeln
verkostet, überwältigende
Gaumenfreuden bereiten. Meine aktuellen Favoriten sind 1945, 1963,
1970 und 1994. Vorsicht allerdings vor dem 1975er und dem 1997er.
Der Letztere weiß noch nicht, wo er hin will. Vielen Dank an meinen Freund Julian, der mir völlig selbstlos die sehr nützlichen Papieruntersetzer zusammengestellt hat. Weitere Infos hier unter: www. jdawiseman.com
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Kommentare zu diesem Artikel haben, freue ich mich auf ein feedback unter axelprobst@worldofport.de
Axel Probst
12. Februar 2008
Wein/Whisky im E-Commerce 2.0
Seit 2 Tagen gibt Horst
Lüning, Betreiber des sehr lesenswerten 'TheWhiskyBlog'
und zusammen mit seiner Frau Inhaber des weltweit wohl größten Whisky-Versandgeschäftes,
einen kleinen aber interessanten und dem Konsumenten normalerweise verschlossenen
Einblick hinter die Kulissen des nationalen und internationalen Whiskyhandels.
Man kann sicherlich den Begriff Whisky mit Portwein,
spanischer, italienischer, französischer Wein, etc. austauschen
...
Passend dazu erschien gestern auf der Seite von "exciting commerce" ein Artikel, der sich mit den neuen Möglichkeiten des E-Commerce speziell im Weinversand beschäftigt. Lesepflicht für Weinversender.
5. Februar 2008
'Der Portwein-Erbe' - ein neuer Krimi von Paul Grote
Noch müssen wir über 6 Monate warten, bis der neue Krimi von Paul Grote erscheint. Nach Frankreich, Italien, Österreich und Spanien ist jetzt das Weinland Portugal mit Portwein an der Reihe - man darf gespannt sein. Start ist am 1.September 2008. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es ja, eine Lesung mit einer dazugehörigen Portwein-Probe hier in Bad Berleburg abzuhalten....
Weitere Infos finden Sie hier.
Quelle und Foto: hola-iberica
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