Bruno Pedrosa
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     BRUNOS RÜCKKEHRITALIANO

     Fortaleza (Brasilien). Pedrosa feiert in seiner Heimat das
     dreißigste Jubiläum seiner Künstlerkarriere

     von Luciano Caprile

Das ganze Universum des Künstlers in einer Ausstellung.
Große gemalte Banner, Tempera, Schmuckstücke, Arbeiten aus Murano-Glas.
Eine glückliche kulturelle Symbiose, die südamerikanische Leuchtkraft mit Lagunentransparenz verbindet.


Bruno Pedrosa (Schmuckstück)
Die Künstlerfigur Bruno Pedrosa nimmt in Fortaleza, Brasilien, die Gelegenheit wahr, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: dreißig Jahre Geschäftstätigkeit der Galerie Ignez Piuza sowie die dreißig Jahre seiner Karriere ausgerechnet in der Heimat zu feiern.

Zu diesem Anlass werden zehn große gemalte Banner ausgestellt (die schon in Europa und in den Vereinigten Staaten Anerkennung gefunden haben), zehn Tempera, die auf handgemachtem Papier gearbeitet wurden, zwanzig aus Silber gefertigte Schmuckstücke und vier bisher nicht ausgestellte Arbeiten aus Murano-Glas. Das gesamte Universum Pedrosas ist in dieser Ausstellung enthalten, ein Universum, das die der Heimat ureigene Leuchtkraft den nachfolgend gewonnenen Erfahrungen gegenüberstellt, welche bis an die jüngsten Huldigungen an die Lagunentransparenz heranreichen.

Bruno Pedrosa (Vase aus Murano-Glas)
In seinen Kompositionen vermischt und dekantiert sich eine glückliche kulturelle Symbiose, die nacheinander präkolumbianische Kunst, das Aufsuchen der großen mexikanischen Wandmaler (insbesondere Siqueiros) und die vom New Yorker sowie vom europäischen Klima absorbierte gebärdische und timbrische Befreiung in die Waagschale werfen, welche der Künstler von Mal zu Mal entdeckte.

In all diesen Jahren hat sein Interesse mit logischer und progressiver Entwicklung vom realistischen Naturalismus zum fauvistischen Expressionismus wandern können, um zu einem informellen Reichtum an Implikationen und parafiguralen Anregungen zu gelangen, die häufig auf der Grundaussage des Werkes oszillieren und treiben, um auch harte und gewaltsame Einschübe zu liefern.

Es fehlt jedoch auch nicht an friedfertigem Waffenstillstand und leichter Verzierung, fast als wollte man die Rhythmen von Leid und Lächeln abwechseln und den Zuschauer jeweils davon kosten lassen. Dies ist eine Entschädigung, die man an den Blick zurückgeben muss, der sich Absickerungen und rauhen, spielerisch auf Schwarz entworfenen Ermahnungen unterzieht, welche mit Flecken und Zeichen eine allegorische Mauer des Protests zum Vorschein bringen sollen.

Bruno Pedrosa (Ölbild)Es sind Spuren von Leben, Erinnerungen an die Zeit, die wir in Afro und Vedova wiederfinden, in zwei Hauptfiguren des italienischen Gebiets, das Pedrosa als letzten Wohnort ausgewählt hat. Als ob er hier den idealen Leitfaden der Vereinigung von heißer Wucht der ersten Bilder und der flüssigen Freiheit bei der Bewegung der Hand auf Papier und Leinwand gefunden hätte, um Verhaltensweisen und Erinnerungen zu formulieren, um die gesamte abgelegte Geschichte, nach den Mühen und Überraschungen unserer Zeit, in Fluchten von Trugbildern zu übersetzen. Wie schon gesagt wurde, im Werk Pedrosas der an die Gegenwart heranreichenden Jahre zeigt sich der Wunsch nach einer existenziellen Erklärung, die den alten provokativen Antrieb von Guernica mit der blind machenden und ungeheuer ärmlichen Sonne Amerikas verbindet, das nicht vom Glück gekrönt war, sowie mit einer "Aktionsmalerei", die weise ihre Zutaten mischt und das Wunder eines formalen und ästhetischen Gleichgewichts schafft, das von Licht und Schatten regiert wird, welche ihre Erzählungen gegen nebeneinander gestellte Fragmente austauschen und gewaltige tropische Emotionen in eine Reihe stellen mit milchigen venezianischen Aufhängern. Erinnerung und Sensibilität führen die Hand der quer ausgerichteten Überfahrt, während sie Anmerkungen, Bruno Pedrosa (Ölbild)Empfindungen und in graduierten Rottönen angeheizte Gefühlsregungen in symbolische Spuren der Elementargraphie sät, dort anhäuft oder laufen lässt. Sein Weg besteht aus schnellem eruptionsartigem Aufsteigen und humoristischem Nachgeben für ein unerwartetes Verschwinden des Traums. Die Wirklichkeit fordert eine Anwesenheit ein, die sich selbst der Rhetorik entleert. Das Band der evozierten Ikone fluktuiert also im Raum, in Übereinstimmung mit den Impulsen und den mehr oder weniger bewussten Anregungen, welche den Weg bestimmen. Das Hinterherziehen von Nostalgie hinterlässt Spuren von Bäumen, von unschuldigen Blicken, von vitalen, ursprünglichen und absoluten Impulsen: es handelt sich um eine Gabe, die mit Eifersucht zu erhalten ist und im Chaos von morgen dekantieren muss. Für Bruno Pedrosa spiegelt sich die Reise des Lebens in einer Reise auf der Leinwand. Wenn es seinem Licht gelingt, zum Schrei und zum Banner zu werden, dann verbindet sie sich mit dem Rhythmus einer wiederholten Geste, die den Ritus der Hoffnung zelebriert.

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